Warum die Finanzierung einer Kapitalanlage-Immobilie andere Anforderungen stellt
Bei der Finanzierung einer vermieteten Wohnung prüfen Banken primär die Tragfähigkeit aus Mieteinnahmen. Anders als bei Eigennutzung zählt nicht nur Ihr persönliches Einkommen, sondern die Netto-Kaltmiete abzüglich kalkulatorischer Bewirtschaftungskosten (in der Regel 20–25 % der Jahresnettokaltmiete für Verwaltung, Instandhaltungsrücklage, Mietausfallwagnis und Leerstandsrisiko).
Zentrale Unterschiede zur Eigenheimfinanzierung:
- Beleihungswert: Banken setzen oft nur 60–70 % des Kaufpreises als Beleihungsgrundlage an (bei Eigennutzung meist 80 %).
- Eigenkapitalquote: Mindestens 20–25 % Eigenkapital + Kaufnebenkosten sind Standard, um attraktive Zinssätze zu erhalten.
- Cashflow-Prüfung: Die monatliche Rate muss durch Mieteinnahmen abgedeckt sein, idealerweise mit positivem Überschuss.
- Steuerliche Bewertung: Zinsen und Nebenkosten sind als Werbungskosten voll absetzbar, was die tatsächliche Belastung senkt.
Für Kapitalanleger im Rhein-Main-Gebiet bedeutet dies: Eine fundierte Renditestrategie beginnt mit der richtigen Finanzierungsstruktur. Wer Immobilien als Geldanlage nutzt, sollte bereits in der Angebotsphase die Finanzierbarkeit parallel zur Objektprüfung klären.